Was wollte ich noch sagen, SG 74 ?



Mein Jahresrückblick 2019


War das alles?


Von Ulrich Scharf          27.12.19 

Es ist also mal wieder so weit. Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und niemand schaut bewusst zurück, denn wen interessiert es schon, was gewesen ist?
Mein Rückblick des Jahres 2019 hakt dann aber doch noch einmal nach. 

Fußballspiele ohne Sieger? Wo gab es das denn?

Wer gern Mannschaftssport betreibt, hat eigentlich klare Ziele, oder? Also, da werden Sieger und Verlierer ermittelt. Das war leider beim Jugendturnier im Januar nicht der Fall. Bei den 4. offenen Hallenstadtmeisterschaften starteten die F Jugendfußballer ganz im Sinne von „Fair Play“. Hörte sich gut an, war aber Fußball ohne Turniersieger. Was für eine absurde Idee uns hier von höherer Instanz auferlegt wurde, kann man nur erahnen! Diese Kinder spielen Fußball, weil sie Spaß und Freude haben und ihren Vorbildern nacheifern möchten. So freut man sich einerseits auf siegreiche Spiele, lernt aber auch sportlich mit einer Niederlage umzugehen. Und genau das will der Sport vermitteln! Also liebe Ideenentwickler und Fußballumkrempler: verbessern und lasst die Kids davon profitieren, was den Fußball so spannend macht. Auch Niederlagen gehören dazu.

1. Herren im Endspurt. Die Wochen der Wahrheit!

Nächster Halt – Saisonende. Was war das für ein Endspurt der ersten Herren! Im letzten Spiel der Saison rettete man sich vor dem Abstieg mit einem wichtigen Unentschieden auf fremden Platze. Lange Zeit war die Welt in Ordnung. Doch der Einbruch kam und mit ihm der Weg in die unteren Tabellenregionen. Letztendlich konnte man den Abstieg aber verhindern und sich beruhigt in die Sommerpause verabschieden. Natürlich mit der Absicht, die neue Saison mit ganz anderen Zielen anzugehen. Mit welchen? Man weiß es nicht.

Dann Sommerpause, da tat sich dann mal gar nichts, oder doch?

Nee, da war nix oder halt, da waren dann doch noch Kleinigkeiten, die den Fußballfreunden natürlich nicht entgangen waren. Denn merke: Der wahre Fan kennt keine Sommerpause!

Meistertitel und andere Entscheidungen, so am Rande.

Bayern München wurde zum 29. Mal Deutscher Meister! Das siebte Mal hintereinander. Da stimmt doch etwas nicht, oder? Waren die anderen Vereine einfach zu dumm oder ging´s nicht besser? Zeit, dass sich da mal was verändert! Vom Abstieg durften dann gleich drei Bundesligisten träumen. Glückwunsch hierzu, denn dieser Traum ging dann auch für Hannover, Nürnberg und Stuttgart in Erfüllung. Der HSV wollte lieber gleich der 2. Liga treu bleiben, war aber eigentlich zu blöd um aufzusteigen. Auch hierfür – Glückwunsch!

Dann noch ein verhinderter Supergau

Es kam, wie es kommen musste! Deutschland wurde mit dem Verbleib in der Nations League belohnt. Und aufgepasst, ein Scherz: weil überdurchschnittliche Leistungen halt belohnt werden! Schwachsinn, dieser ganze Aufwand vom künstlich gezüchteten Wettbewerb. Für mich nur ein Ersatz für Turniere, die eben nur alle zwei Jahre stattfinden. Ich sagte und sage: „Weg damit“!

Sportwerbewoche? Na ja!

Nach langer Zeit und gefühlter Ewigkeit fand dann mal wieder eine Sportwerbewoche bei uns statt. Die Planung war abgeschlossen und es sollten drei Tage für den Fußball werden. Leider hielten die Erwartungen nicht ganz so stand, wie es sich alle gewünscht hätten. Auch ein Faktor war wohl das überaus heiße Sommerwochenende mit hohen Temperaturen. Kurzfristige Absagen einiger Mannschaften trugen leider auch zu einem mäßigen Turnierverlauf bei. Fazit: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Dann eben beim nächsten Mal anders!

Pokalspiele? 1. Herren lieferten und sind noch dabei

Und sie konnten es doch gegen vermeintlich stärkere Gegner. So war man dann fix im Viertelfinale des Kreispokals angekommen. Mit starker Leistung trumpfte die 1. Herren in diesem Wettbewerb bis dato auf und jagte Mannschaften der oberen Tabellenregion aus dem laufenden Pokalgeschäft. Das könnte doch Auftrieb für das neue Jahr geben!

Wenn wir nicht sehen, was da läuft. Das hatte der September für uns über

Die Euro 2024 nach Deutschland zu holen, war dann auch eine positive Mitteilung an alle, die den Fußball lieben. Ob und wie man diese Spiele allerdings dann im TV verfolgen wird, ist alles noch Zukunftsmusik. Also dann vielleicht mit Dritt, Acht oder Zehnanbietern verschiedener TV Sender? Vielleicht sprichwörtlich in die Röhre schauen? Hauptsache ist doch, dass wir die EM haben, oder nicht? Nein, denn der Fan möchte so ein Fußballfest erleben und alle Spiele verfolgen können. So gesehen, der nächste Tiefschlag für die Interessierten dieser Sportart. Und damit nicht genug verkündete man, zwar in anderer Form, diese Ausrichtung auch ab der Saison 21/22 für die Champions League Übertragungen. Danke für so viele tolle Ideen, ihr Versager! Der Fan wird euch ein Denkmal setzen. Aber lassen wir das und wenden uns anderen Dingen zu.

Nicht schon wieder! Doch, jetzt erst recht!

So wären wir schon fast am Ende angekommen. Doch eine Sache ist da noch und die kann ich hier niemanden ersparen. Der Videobeweis! Nicht schon wieder dieses Thema! Das ganze Theater hatte doch nichts mehr mit dem guten, alten Fußball zu tun. Die Zuschauer mussten minutenlang auf irgendwelche Entscheidungen warten. Spieler wurden zur Testphase der Reformen benötigt und der Fußballsport zur Zerreißprobe abgestempelt! Befürchtungen, den Fußball damit unmissverständlich zu schaden, sind meiner Meinung nach längst eingetreten. Nichts war und ist wirklich besser geworden und wird es auch nicht. Überwiegende Entscheidungen waren doch sehr seltsam. Richtigerweise sollte der Videobeweis doch nur eine (Seh) Hilfe für den Schiedsrichter sein, der ein Foulspiel im oder am Strafraum, vorsätzliches Handspiel, Vortäuschung eines Foulspieles oder ein grobes Vergehen der Spieler nicht beurteilen konnte, weil er es nicht wahrgenommen hatte. Menschlich halt und nicht zum Nachteil des Gesamtbildes. Doch hier wurden Szenen fünfmal und mehr abgerufen, um dann letztendlich Entscheidungen zu treffen, die doch sehr fragwürdig waren. Der Schiedsrichter, also der Leiter einer Partie, begnügte sich wohlwollend mit seiner Alibifunktion. Die Herren im Video Keller sollten in den selbigen verschwinden, wenn sie nicht schon da wären! Abschaffen, bitte!

Das war´s dann auch in 2019, zumindest aus meiner Sicht. Für den Fußballfan eigentlich ohne Worte!

Was wird werden? Der Blick nach vorn

Noch kein Urlaub gebucht? Man weiß noch nicht genau wo hin?
Tipp von mir: Die Euro 2020! Da geht´s durch ganz viel Europa. Ja, weil erstmals in der Geschichte dieses Wettbewerbes, wohlgemerkt in Turnierform, die Spiele in verschiedenen Städten stattfinden. Gut für den Fan, oder? Da lernt er Land und Leute kennen, die verschiedenen Kulturen und mit ein wenig Glück, bekommt er noch seine eigene Mannschaft zu sehen, die dann wo spielt? Na ja, sind ja noch nicht alle Nationen dabei. Das wird kurz vor Turnierbeginn noch genau geregelt! Blödsinnmodus von Fachleuten? Irgendwie halt Europa! 

Und wir, SG 74er in diesem Jahr? Na ja, besser geht immer!

Immerhin wieder ein abwechslungsreiches, aber auch relativ ruhiges Jahr. Na, denn mach mal SG74!

Zum Schluss wäre da noch……..

Abschließend möchte ich noch betonen, dass alle hier geschriebenen Artikel nicht mit den Spielberichten verwechselt werden sollten, denn sie haben (fast) nichts gemeinsam. Lediglich sind es Anregungen und Anmerkungen, die zum Nachdenken, schmunzeln oder zum Überlegen für Besserwisser oder Fachsimpel Experten einladen. Der Fußball bietet halt viel Thematik, die unterschiedlich beurteilt wird. Nicht mehr und nicht weniger.

Was wollte ich eigentlich damit sagen? Ach ja, das neue Jahr steht vor der Tür! Wir lesen uns dann…..

In diesem Sinne,
allen ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2020














Was wollte ich noch sagen, SG 74 ?



Trainerfliegen im Herbst


nicht nur die Blätter fallen


Von Ulrich Scharf          02.12.19

Da ist sie wieder, die Zeit der Trainerentlassungen im Fußballgeschäft. Eigentlich könnte man jedes Jahr die Uhr danach stellen, denn pünktlich im Herbst sortieren die Vereine ihre Trainer erbarmungslos aus. Zugegeben, einige von ihnen geben auch freiwillig den so geliebten Posten auf und kommen so ihrem Rauswurf zuvor. Man klebt ja auch schließlich nicht auf diesem Stuhl. Dennoch phänomenal, das man in dieser Jahreszeit immer wieder auf Entlassungen im Trainergeschäft setzen kann. Aber, woran liegt es? Und warum gerade im Spätherbst? Nun, so richtig werden wir das wohl nicht aufklären können. Fakt ist aber, dass  in diesem Zeitraum wirklich die meisten Entlassungen vollzogen wurden und werden. Selbst in der unteren Ebene sind Entlassungen oder Rücktritte keine Seltenheit mehr.

Fünf sind es in Summe überwiegend


Verlassen wir kurz die große Fußballbühne und widmen uns dem beschaulichen Hobby - und Freizeitfußball. Ja richtig, auch die unteren Ligen und Klassen sortieren dann und wann kräftig aus. Im Schnitt sind es fünf Trainerflüge, die gebucht werden konnten. Übrigens momentan genau so viele wie in der Bundesliga oder der 2. Liga. Jawohl, in Summe fünfzehn. Das hat was! Natürlich spielen auf der kleinen Bühne durchaus andere Gründe eine Rolle,  nicht nur die Tabellenstände. Doch ganz ohne Erfolg geht´s dann eben auch nicht. Da gibt es kaum Unterschiede zwischen groß und klein. Jeder möchte, andere müssen, sportlich top sein.

Tendenz und Hochrechnung der Vereine beginnt


Aber ist es immer nur der sportliche Erfolg, der auf der Kippe steht? Könnte man in erster Linie annehmen, denn wer will schon tatenlos zusehen, wie die eigene Mannschaft Stück für Stück die Abfahrt ans Tabellenende unternimmt? Und genau zu diesem Zeitpunkt reagiert man teilweise mit großer Hektik im Herbst. Zwei Drittel der Hinrunde sind jetzt absolviert, Zwischenbilanzen werden berechnet und analysiert und dann, wenn Notwendigkeit herrscht, das Übel schnellstens entfernt. So machen wir das! Rette sich, wer kann und die ganze Saison dazu. Ab jetzt kommen die altbekannten Phrasen ins Spiel: „Wir mussten reagieren, im Sinne des Vereins.“ Und so weiter und so weiter. Wiederkehrende Aussagen, die abgedroschener kaum klingen könnten. Unter die Lupe werden vermehrt die bisherigen Leistungen und der aktuelle Tabellenstand genommen. Die Gefahr des Absturzes wird in dieser Zeit wohl als höchstes Alarmsignal gewertet. So sind sich die Verantwortlichen der Klubs dann auch sehr sicher, eine klare Tendenz der bisherigen Arbeit des Trainers ist zu erkennen, also weg mit dem Versager und her mit dem Erlöser! Auf Biegen und Brechen muss ein neuer Übungsleiter her. Es bleibt keine andere Wahl mehr, es muss gehandelt werden. Im Übrigen hatte er  ja noch ein Spiel Gnadenfrist. Selber schuld, dass er es vermasselt hat. Zeit genug war ja nun, jetzt reicht´s!

Absturz oder Erlösung?


Ob es dann immer die richtige Entscheidung war, wird man am Ende der Saison sehen. Für den einen oder anderen Trainer bedeutet das aber auch Erlösung in einer aussichtslosen Situation. Haben die Spieler keinen Bock mehr auf den Trainer, kann eine Entlassung oder Selbstaufgabe durchaus gesundheitliche Vorteile für den Übungsleiter haben. Vielleicht war ja alles nur ein Missverständnis und der Erfolg kommt mit einer Veränderung zurück.

Entlassungen sind kein Garant für den Erfolg


Schaut man auf die Anzahl der Trainerabflüge, so erkennt man hier durchaus einen Trend, der von Jahr zu Jahr zunimmt. Schnelllebiges Geschäft halt!
Sicherlich bringen diese Veränderungen kurzfristig den gewünschten Erfolg zurück, doch das kann auch in eine ganz andere Richtung laufen. Eine Garantie hierfür gibt es nicht! Und wenn´s halt nicht läuft, dann wird wieder die Reißleine gezogen. Man kann ja nicht die ganze Mannschaft rausschmeißen. Außerdem hatte der Trainer die Spieler nicht mehr erreicht, so die Aussagen der Vorstände. Na dann, viel Erfolg und weiter so!

Hut ab vor denen, die festhalten können!


Obwohl, man sollte mal die Vereine loben, die trotz einer Krise am Trainer festgehalten haben. Gab´s auch schon und siehe da, der Erfolg kam auch noch zurück. 
Aber sind wir ehrlich, was wäre der Fußball ohne Trainerentlassungen? Und irgendwie  warten die Leute doch auch darauf, oder? Schließlich braucht es ja Gesprächsstoff!

Was wollte ich eigentlich damit sagen? Ach ja, da geht doch bestimmt noch was, denn das Jahr ist noch nicht zu Ende.

In diesem Sinne, bis demnächst.
Dann mit dem Jahresrückblick 2019























         








































































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