Nachspielzeit

aus der Sicht des Betrachters


Finale und Abschied


Am Ende ist dann Schluss.

Von Ulrich Scharf          18.05.22

Da wären wir dann mal wieder und schon war sie wieder vorbei, die Fußballsaison. Bundesliga, 2. Liga, alles Geschichte, alles zu Ende.
Und die Moral von der Geschichte? Eigentliche alles wie immer. Dramatik pur, Spiele die spannend waren oder auch uninteressant. Für die Fans war es wieder einmal eine Zeit zwischen Hoffen, Bangen, Freude, Ärger aber auch Wut. Schluss jetzt, Pause ist angesagt.

Was nehmen wir mit, was können wir vergessen?

Sieht man mal von der ganz großen Bühne ab, war es vielleicht die spannendste 2.Liga aller Zeiten. Das zeigte vor allem der Zuschauerboom in dieser Liga. Wird es in der neuen Saison wieder so interessant? Wohl nicht, denn so viel geballte Tradition wird´s dann nicht geben. Vergessen konnte man dann eigentlich die langweilige Bundesliga. Konferenz mal anschauen? Hat man mal gemacht. Letztendlich wird wieder alles wie immer. Der Meister und seine Gefolgten werden wieder von vorn hinein feststehen und alle anderen reihen sich ohne Widerworte aus der Ferne ein. Schade eigentlich! Selbst die Meisterfeier wird wieder zur Routine. Ja, auf was soll man sich denn auch freuen? 

Vorteile oder bewusste Handlung?

Dem gewieften Fußballfan kann es dann doch nicht entgangen sein. So wirklich nachvollziehbar waren einige Entscheidungen nicht. Manch merkwürdige Situationen, hätte man auch besser verkaufen können. Oder ist es dann doch ein wenig überzogen? Leider nicht, denn aus Sicht des mitfiebernden Fans, waren immer wieder fragwürdige und zumindest unkluge Entscheidungen gefallen. Tor oder nicht Tor, dies war zumindest häufiger die Frage. Abseits wegen Sichtbehinderung und oder weil es dann irgendwie besser passte. Vorteile wurden zu Nachteilen und am Ende gab es die erwarteten Diskussionen. Frei nach dem Motto „ich sag dann mal gar nix dazu.“ Denn merke! Handspiel ist nicht gleich Handspiel. Das schauen wir uns erst einmal in Ruhe an. Um wen handelt es sich? Mögen wir diesen Klub? Nicht so gern, also Strafstoß. Überlegst Du doch noch? Auch gut, dann lass es einfach. Wir wissen auch so Bescheid.

Was davon übrig blieb.

Nehmen wir es sportlich und erinnern uns an ein Zitat: im Laufe einer Saison, gleicht sich alles wieder aus. Könnte so sein, muss aber nicht. Experten der Kellerrunde schauen sich den Videobeweis nämlich ganz genau an und entscheiden nach besten Wissen …….den Rest kennen wir.

Warum immer verändern?

Veränderungen gefällig? Gerne! Die Champions-League wird ab 2024 reformiert. Mehr Mannschaften spielen im veränderten Modus. Warum immer wieder Veränderungen in diesen Wettbewerben? Noch mehr Spiele bringen doch nicht mehr Attraktivität im Wettbewerb. Hauptsache einer hatte mal wieder eine gute Idee, dann muss diese auch gleich umgesetzt werden. Man könnte ja auch gleich an eine Superliga denken. Ach, hatte man schon? Sehr gut!

Eine Weltmeisterschaft zum Jahresabschluss.


Was haben wir noch? Die WM in diesem Jahr kommt bald. Aber erst zum Winter. Endlich mal eine Veränderung. Wird bestimmt ganz toll. Wer spielt doch da alles mit? So richtig interessiert diese WM wohl noch niemanden, weil eben erst im Winter. Wird aber super! WM – Fieber zur Weihnachtszeit. Ansichtssache! Also ich kann mich damit nicht so richtig anfreunden. Aber was würde unser berühmter Fußballer, der Kaiser dazu sagen? „ schaun mer mal.“

Die Saison ist noch nicht vorbei, SG!

Die Herrenmannschaft von SG ist sehr gut drauf und muss derweil noch bis in den Juni spielen. Hier sollte durchaus ein versöhnlicher Abschluss möglich sein. Dann mit viel Kraft in die neue Saison und neue Ziele angehen. Welche Ziele sollen es dann sein? Sportlich immer das Maximale, oder? Dann viel Glück hierfür.

Abschied ist nicht das Ende.

Damit kommen wir nun auch zum guten Schluss. Ich verabschiede mich nun hier von der Nachspielzeit.
Es hat mir viel Spaß gemacht, hin und wieder einiges rund um den Fußball zu schreiben. Vielen Dank für Euer Interesse. Einiges war ja nicht so ernst gemeint, doch ein Stück Wahrheit war´s dann schon, denn

aus Sicht des Betrachters war immer alles gesagt.

Tschüss.     





Der Jahresrückblick  2021


Da fällt mir nix zu ein.

Von Ulrich Scharf          08.12.21

Rechtzeitig zum Jahresrückblick zurück. Länger nichts gelesen? Wenn wir ehrlich sind, gab´s den Reißer oder wie der auch immer heißen mag, wohl nicht.

Obwohl, interessant war?

Das Jahr 2021 ist nun fast vorbei und wenn der sportliche Rückblick dabei schwerfällt, dann war wohl nicht so viel Aufregung, oder? Interessant allerdings, dass man immer wieder auf die gleichen Geschehnisse aufmerksam wurde. Natürlich waren viele Situationen der Corona-Lage geschuldet. Als Alibi taugt das allerdings wenig.

Ist alles in Ordnung SG ?

Fußballerisch gesehen, lief es doch einigermaßen im Verein. Die Herren hielten die Klasse, weil die Saison wurde ja abgebrochen, oder wie man so schön formulierte „annulliert“. Hörte sich ja auch besser an. So konnte man zumindest die neue Saison in aller Ruhe planen. Spieler gingen und kamen. Eigentlich alles wie immer. Wobei, mir persönlich unverständlich, dass man den Verein wechselt, um am Ende in der gleichen Liga zu spielen. Meine Meinung: wenn man schon von den Profis lernt, bitte genau hinschauen! Die haben sich immer in eine bessere Lage gebracht.

Man darf sich ja mal irren, oder doch nicht?

Das der freiwillige Rückzug in die 2. Kreisklasse für mich überraschend kam, gebe ich gerne zu. Und ich hatte im Juli auch sportliche Zweifel. Man darf sich ja mal irren. Obwohl, so ganz sicher ist die Sache noch nicht. Die Hinrunde ist bereits nach nur 8 Spielen beendet und der momentane Tabellenplatz ist durchaus noch zu toppen. Wird aber sicherlich in der Rückrunde korrigiert.Sportlich sicherlich eine Herausforderung.

Am Ende alles wie immer!

So schrieb ich es bereits schon einmal. Deutscher Meister wurde der deutsche Meister. Was für eine Überraschung. Die anderen waren auch noch dabei oder danach nicht mehr. Absteiger gab´s zwei und die hatten es sich wirklich erarbeitet. Schreibe ich hier etwas von Genugtuung? Woher denn wohl? Aber verdient war es dann am Ende durchaus.

Eine Europameisterschaft der Vergangenheit?

In diesem Jahr konnte dann die EM 2020 endlich stattfinden. Quasi in der Gegenwart aus der Vergangenheit. Egal, kam ja sowieso nix bei rüber! Dieses Turnier wird nicht nur wegen der notwendigen Verschiebung schnell in Vergessenheit geraten. Ja, wenn wir den Titel geholt hätten, ja dann….. wohl auch nicht. Große und aufregende Spiele waren keine dabei. Und über die Leistung der DFB Elf müssen wir uns nicht unterhalten. Also schnell abgehakt diese Geschichte, Klappe zu.

Der neue Bundestrainer machte Mut.

Das war überfällig und alle ahnten, wer der neue Bundestrainer würde. Er selber auch. So eine Art Berufung musste es dann wohl gewesen sein. Der Fan schöpfte wieder Hoffnung und wurde bisher auch nicht enttäuscht. So kann es im neuen Jahr weitergehen bis zur WM.

Die WM mit Minustemperaturen bei uns?

Der Scherz, mit einer Winter - WM, war gar keiner. So werden wir uns im nächsten Jahr wohl vorweihnachtlich mit „einmal werden wir noch wach, dann ist Finaltag“ besinnen. Na dann macht mal! Der Fußballfan schlägt die Hände vor das Gesicht und der Laie? Der weiß es doch auch nicht.

Und es gibt immer noch Diskussionen!

Anderes Thema. Keine Diskussion mehr über den Videobeweis! Aber geredet wurde weiterhin darüber. Was hatte das denn bitte mit mehr Gerechtigkeit im Fußball zu tun? Tor zählt, nein doch nicht. Abseits war es wohl nicht, aber nach gründlicher Nachbetrachtung dann schon. Wer entscheidet am Ende? Schau du mal auf die Szene, ich sehe auch nichts. Sag du, ich war mal kurz offline. Bilder, die vor und zurückgespult wurden, um immer noch nicht´s zu erkennen. Einer schob dem anderen die Entscheidung zu. Aus Sicht des Betrachters eher eine Situation der Kategorie „der Videobeweis schafft sich selbst ab“.

Was bitte ist eine kalibrierte Linie?

Zur Unterstützung der Beweisaufnahme wurde uns häufig die kalibrierte Linie gezeigt. Die gezogene Linie sollte Aufschluss über sein oder nicht sein geben. Dann aber wohl auch nicht endgültig. So nahm man sich noch die ein oder andere gestrichelte Linie zu Hilfe. Die hatte auf unserem Fernsehbild Ähnlichkeit mit einem Krückstock. Jetzt hatte man das eindeutige Ergebnis, oder doch nicht. So könnte man eigentlich sagen, dass auf diesen Unfug verzichten werden solle. War der VAR wirklich gefragt, kamen unzureichende oder keine Bilder zum Tragen. Nicht immer, aber immer öfter. Brauchen wir nicht, weg damit.

Vorteile erschaffen während der Saison?

Ob mit oder ohne Videobeweis, der Fußball lebte immer von Entscheidungen, die zu einem Vorteil  oder Nachteil einer Mannschaft ausgelegt waren. Nur waren es dann halt Entscheidungen, die vom Schiedsrichter allein getroffen wurden. Macht es auch nicht viel besser, aber wenn von vielen Überprüfungen gleichermaßen Fehler entstehen, dann bitte zur Frühform zurück. Die Zweifel an diesen teils merkwürdigen Entscheidungen sind allerdings zu Recht gewachsen. Waren es doch immer wieder die gleichen Mannschaften oder Vereine, die in diesem Zusammenhang auffielen. Für die Zukunft macht es den Fußball nicht besser.

Und nächstes Jahr?

So ist das Jahr 2021 fast vorüber. Der Blick geht nach vorn. Und neugierig darf man sicherlich sein. Wir werden wieder viel über den Fußball diskutieren und das ist auch gut so. Wir werden uns weiterhin aufregen über Ungerechtigkeiten, Pannen und Benachteiligungen. Und wir werden uns wieder über den deutschen Meister aufregen und dann wieder. Ob berechtigt oder nicht, der Fußballfan wird seine Fußballwelt selbst gestalten, weil……….

aus Sicht des Betrachters ist dieses Jahr alles gesagt.

Also bis zum nächsten Mal dann.

Frohe Festtage und ein gesundes Jahr 2022






Ende der Vorstellung.


Normal ist das nicht unbedingt.

Von Ulrich Scharf          22.07.21 

Die EM ist Geschichte und endlich vorbei. Gott sei Dank, sage ich. Das war dann ja mal gar nix! Nicht nur die verschiedenen Spielorte, an denen sich in unterschiedlichen Zahlen viele Zuschauer tummelten, um sich gegenseitig die Covid- Viren um die Ohren zu hauen. Nein, auch der schwachsinnige Reisewahn, den man den Mannschaften auferlegte, war einer Europameisterschaft einfach nicht würdig. Jubiläumsturnier? War wohl ein Scherz, oder?

Die Langeweile überwiegt das Turnier.

Haben wir hochinteressante Spiele gesehen? Mangelware! Und die wenigen Spiele, die auch nur annähernd den Begriff „Spannung“ für sich in Anspruch nahmen, konnte man leicht an einer Hand abzählen. Einfach nur erbärmlich.

Deutsche Nationalmannschaft „ die Mannschaft“ noch mehr erbärmlich!

Alles sollte besser werden bei diesem, für den Bundestrainer letzten, großen Turnier.
Tolle Ansage mit nix von allem. Da hätte er ja auch gleich zu Hause bleiben können. Diese Spielweise mit diesem Spielsystem kann man einer Mannschaft auch im Home Office über einen Laptop mitteilen. Ich zitiere einen Großen der Fußballbranche: „ Da braucht´s dringend a Fachmann!“ Den wir da auf der Bank hatten, war keiner mehr. Knabbernd an den Fingernägeln, suchte er verzweifelt nach Lösungen. Die waren bereits in seinem Gedankengang so absurd, dass er sie bis zur Ausführung schon wieder vergessen hatte. Fußballdeutschland war restlos bedient.

Und der Kader? Naja…

Gleiches gilt wohl auch für die eingesetzten Spieler. Waren das noch die stärksten der letzten Saison? Dann haben sie es aber sehr gut verstecken können. Akteure, die in großen Vereinen um Meisterschaften und internationale Titel mitspielten, hatten nicht die Klasse, um auch nur annähernd um Titelansprüche mitzuspielen. Schade, denn diese Konstellation kannten wir schon von der WM im Jahr 2018 und die setzte sich „ohne Werbeunterbrechung“ fort.

Die Angst des Torhüters beim Elfmeter? Nun nicht mehr.

Interessant waren auch die Strafstöße und einige Elfmeterschießen. Die Ausführungen waren regelrecht ein Witz. Da hatten die Torhüter nicht nur leichtes Spiel, sondern obendrein auch viel Spaß. Anlaufen, verzögern, nochmal dribbeln und dann? Man wusste schon, was dann passierte. Kläglich verschossen oder leichte Beute für die Torhüter. Versemmeln war noch nie so einfach. Da lachte man sich ja schon beim Anlaufen schräg. Diese gestandenen Profis waren einfach nicht in der Lage, fehlerfrei aus elf Metern ein Tor zu erzielen. Dieses arrogante und unorthodoxe Geplänkel war an Blödheit einfach nicht zu toppen. Tipp: „ Gewöhnt euch diese Art der Ausführung schnellstens wieder ab!“

Fazit des Evants?

Da kann man allen Verantwortlichen der EM nur Unverständnis entgegenbringen. KLASSENZIEL nicht erreicht!         

Abgelaufene Saison – alles wie immer.

Eigentlich war alles schon im Vorfeld geklärt. Meister wurde der Meister. Dahinter die üblichen Verdächtigen und kein renommierter Klub ist aus der 2.Liga aufgestiegen. Überraschungen gab`s keine? Doch, gab es. Zwei Vereine waren aber mal sowas von (verdient) abgestiegen. Hatte man nicht unbedingt erwartet. Auch beim Aufstieg waren es diesmal die Underdogs, die sich verdient durchsetzten. Geld hat eben nicht immer den durchschlagenden Erfolg.

Spannende Spiele erwartet man in der 2. Liga

So geht´s dann in der Tretmühle 2.Liga richtig zur Sache. Und die wird vermutlich so viel spannende Spiele liefern, wie schon lange nicht mehr. Die Bundesliga wird sich anstrengen müssen, um mitzuhalten.

Normal ist auch mal anders, oder?

Waren es immer die großen Wechselgeschichten der Spieler zum Saisonende, ergab sich nun erstmals eine große Veränderung. Das Trainerkarussell drehte sich, wie noch nie zuvor. Die ambitionierten Trainer tauschten ihre Vereinszugehörigkeit in einer nie dagewesenen Art und Weise. Jeder wollte erstmal nur weg, weil neue Wege gehen. Also dem Rausschmiss ein Schnäppchen geschlagen. Und zum Schluss sind sie alle wieder vereint. Ganz großes Kino dieser Wechselboom. 

Und zum guten Schluss die Herren der SG 74

Hier hatte man sich dazu entschlossen freiwillig den Weg in die 2. Kreisklasse zu gehen. Wahrscheinlich möchte man ausschließen, nur negative Ergebnisse zu sammeln. Dazu verfügt man wohl auch nicht über die Qualität, die es braucht, um in der höheren Liga zu bestehen.  Ein nachvollziehbarer Punkt. Obwohl man ja eigentlich als Sportler immer eine Herausforderung suchen sollte. Und absteigen hätte man am Ende der Saison dann immerhin sportlich. Man hatte da aber wohl eine andere Vermutung. So könnten nur negative Ergebnisse zu Spielerabgängen während der Saison führen. Diesem Szenario wollte man wohl vorbeugen. Dann eben auf ein neues Unterfangen. Obwohl, ein Selbstläufer wird das nicht. Na dann viel Glück, denn...

aus Sicht des Betrachters ist sowieso alles gesagt.

Bis zum nächsten Mal.









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