Nachspielzeit

aus der Sicht des Betrachters



Rolle rückwärts


das wollten wir doch nicht


Von Ulrich Scharf          22.11.20 

Wieder zurück, alles auf „Stopp“ und niemand zweifelt jetzt noch ernsthaft an irgendeinem Déjà-vu. Wir sind also wieder dort, wo wir am Anfang standen. Kein Spielbetrieb mehr im Amateursport. Keine Zuschauer weit und breit, auch nicht im Profibereich. Das wollten wir doch nicht noch mal, oder? Der Fußballexperte ahnte es sowieso, dass die zudem mit Verspätung beginnende Saison wieder unterbrochen würde.

Unterbrechung oder Abbruch?

Wenn dann im Frühjahr der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird, ist ja noch genügend Zeit die Saison vernünftig zu Ende zuspielen. Wenn! Alles ist momentan denkbar und auch ein Abbruch ist durchaus nicht auszuschließen. Jetzt nur keine Schwarzmalerei, wird nun der ein oder andere sagen. Für einige wäre so ein Abbruch gar nicht mal die schlechteste Lösung. Könnte man doch von einer Saison zur anderen auch ohne sportliche Leistung gut überleben. Böse Gedanken, dass wollten wir doch nicht.

Spiele ohne Zuschauer? Der Fan hat sich daran gewöhnt, oder?

Ich hatte in meinem letzten Blog von einer gewissen Skepsis geschrieben und es ist passiert. Was? Ach ja, natürlich meine ich die Zuschauer in den Stadien. Die sind jetzt erst mal Geschichte. Wie lange doch genau? Weiß kein Mensch. Auf jeden Fall bis Jahresende. Auch die Profis sind jetzt mehr denn je gefährdet. Immer mehr Spieler werden in die Quarantäne  geschickt, um diese dann kurz entschlossen doch wieder auf den Trainingsplatz zu befördern. Test hatte sich als falsch erwiesen, alles in Ordnung. Wie bitte? Eigentlich steht doch sowieso schon alles auf der Kippe. Dann noch die fehlerhaften Testergebnisse. Die Verschwörer bekommen Futter für ihre Theorien. Leere Stadien sind momentan eben Standard. Der Fan hat sich daran gewöhnt, wird sich aber niemals damit abfinden. Gut, solange es der Aufrechterhaltung des Spielbetriebs dient, kann und wird man damit leben müssen. Letztendlich geht es ja auch um die Klubs, die überleben wollen. Nichts aber steht über der Gesundheit und darum geht es doch wirklich ernsthaft. Alles andere ist zweitrangig.

Lachnummer  DFB – Elf inklusive Trainer!

Was war das denn für eine Lachnummer?  Wer schaut sich so etwas noch an? Also, ich habe kein Interesse mehr an dieser DFB – Elf. Gegen eine durchschnittliche, spanische Mannschaft eine 6:0 Klatsche zu bekommen. Das ist Weltklasse! Jawohl, durchschnittlich und nicht mehr oder weniger ist dieser Gegner. Aber vielleicht standen die auch mit 16 Spielern auf dem Spielfeld. Musst auch mal abzählen, Jogi! 

EM 2021- was wollen wir denn da?

Ich glaube ja an die fehlende Motivation eines Spielers, der im Freundschaftsspiel kein großes Risiko in puncto Verletzung eingehen will. Zumal in diesen Zeiten die Gefahr natürlich um so mehr besteht.  Auch die schwachsinnige Nations-League trägt dazu bei. Test bleibt halt Test, auch wenn man dem Kind einen schönen Namen verpasst hat.

Liechtenstein wäre sinnvoll.

Doch wenn ich diesen Auftritt eines viermaligen Weltmeisters sehe, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Bleibt zu Hause, gebt euer EM Ticket an Liechtenstein ab, denn die verkaufen sich besser!
Und die Diskussion des Bundestrainers ist ja nicht neu. Doch keiner will aber so richtig beim DFB die Reißleine ziehen. Genau wie bereits 2018 nach der Pleiten- WM, hat man keinen Plan. Und vor allem keinen passenden Nachfolger. Die gefühlt hundertjährigen Personen beim DFB haben entweder grauen Star, oder wollen gar keine Veränderungen. Naheliegend wäre dann beginnende Altersdemenz. Und, weil doch alles momentan so innig ist und alle so vertraut miteinander sind, wären Veränderungen nur störend. Ich sage: „Gründet doch zusammen einen Karnevalsverein! Die Lacher habt ihr sicher auf eurer Seite.“ Nur für den Fußballfan und sein ehemals liebstes Kind, müssen schnell Veränderungen her. Und zwar vor der EM, bevor es wieder vergessen wird!

Aus Sicht des Betrachters ist alles gesagt.

Bis zum nächsten Mal und bleibt gesund.





Normal wie immer, oder?


Doch irgendwie anders


Von Ulrich Scharf          19.10.20

Die Bayern sind die Champions in Europa und haben zudem noch den Supercup gewonnen. Obwohl ich beileibe kein Bayern Fan bin, muss ich sagen, sehr verdient. Damit hat es sich aber auch mit der Lobeshymne für die Südsterne. Die Bundesliga ist wieder am Start und meine Sympathie schwindet mit dem Gedanken an das ewige Mia san mia Gesülze.     

Der Alltag hat uns wieder oder wir den Alltag.

Zuschauer dürfen in gemäßigten Zahlen wieder ins Stadion oder auf die Fußballplätze. Ob und wie lange das alles gut geht, ist fragwürdig. Der Alltag hat uns wieder und es fühlt sich an, als wäre es nie anders gewesen. Doch bleibt auch ein Rest Skepsis, denn ist ja nichts auszuschließen.

Zuschauer bis wie viele?

So rechnet man mit einer gewissen Zahl und muss wohl letztendlich mit weniger auskommen. Für die Gastmannschaften nicht unbedingt zum Vorteil, auch wenn man beim nächsten Heimspiel dann die treuen Anhänger im Rücken hat. Es sei denn, kurzfristig gibt’s mal gar keine Zuschauer. Dann schaut man sprichwörtlich ins Leere. Und in unseren heimischen Gefilden befindet sich der Spielbetrieb doch - und sein wir ehrlich - nur auf einem schmalen Pfad, der jederzeit wegbrechen könnte. Und die Zuschaueranzahl, auch bei der geringen Menge, wohl genauso. Diese Zeiten sind leider sehr unvorhersehbar.   

Spiele ohne Ende. Die Spieler gehen ans Limit.

Der Terminkalender der Spielzeit ist vollgepackt. Keine großen Erholungsphasen mehr bis zur Winterpause. Und die ist diesmal von sehr kurzer Dauer. Die Spieler gehen ans Limit und die Gefahr der Verletzungsanfälligkeit steigt. Obwohl, es auch ein wenig Klagen auf hohen Niveau. Klar, alle Spieler der Topvereine absolvieren jetzt natürlich mehr Spiele, als die Akteure der sogenannten kleinen Klubs. Jetzt aber nicht jammern, in England ist so etwas seit Jahren normal. Die Inselbewohner halten ihre Spiele sogar Weihnachten, Silvester und am Neujahrstag ab. Und auch da ist der Terminplan noch voller. Was sagen wir denn jetzt dazu? Zugegeben, man ist England auch am überlegen, ob man eventuell den Modus verändert und die Ligen reduziert. Doch diese Überlegung könnte genauso lange dauern, wie der Brexit. Was könnte man tun?

Schwachsinnige Nations League abschaffen.

Sehr wohl könnten die Belastungen besser gesteuert und die Termine reduziert werden. Ich sage: „Schmeiß weg diese schwachsinnige Nations League“. Braucht man so etwas oder kann das weg? Dieser Wettbewerb hat keinen Wert und ist ebenso wichtig wie ein Freundschaftsspiel gegen Flutlicht Eriwan. Der eingefleischte Fußballfan kann damit nichts anfangen und er will das jämmerliche Geplänkel auch nicht mehr sehen. Die Fürsprecher argumentieren nun, dass man durch diesen Wettbewerb in einen günstigeren Lostopf der WM-Qualifikation gelangen könnte. Schwachsinn, diese Spekulation! Wer in der Qualifikation Angst vor den Übermächtigen hat, der sollte zu Hause bleiben. Also, wenn schon Freundschaftsspiele, dann aber auch ein Kräftemessen gegen Gegner auf Augenhöhe.

Die DFB - Elf ohne wirkliche Weiterentwicklung. Gähnende Langeweile.

Vielleicht aber besser noch warten mit den starken Gegnern, denn momentan ist die DFB-Elf leider nur ein lauer Luftzug. Keinerlei Weiterentwicklung unter Jogi Löw! Und der sieht ja auch nichts. Durch diese sehr merkwürdige Haartracht verliert man doch den Blick für das Wesentliche. „Hallo Jogi, die Frisöre haben schon lange wieder geöffnet!“ Stände wirklich ein Kandidat zur Verfügung, so wäre Löw bereits nach der WM 2018 in Rente geschickt worden. Dabei will ich es dann aber auch belassen.

Mit dem Turbo in den Abstieg.

Und die Spezis von SG 74? Angst und bange kann einem da ja werden. Knappe Spieleranzahl, dafür aber hohe Niederlagen. Und wenn gar nichts geht, nicht antreten. Feine Sache! Also, dann lasst es doch bleiben. Fußball ist auch in den unteren Klassen Mannschaftssport. Schon mal was von gehört? Ein Abstieg ist keine Schande, doch als Alibi nicht zu gebrauchen.

Was wollte ich eigentlich damit sagen? Ach ja, sonst ist doch eigentlich alles wie immer, oder? 

Bis zum nächsten Mal,
dann in etwas veränderter Form





Alles auf Null.......


Wie geht es jetzt weiter?


Von Ulrich Scharf          19.07.20

Es war einmal eine Krise, die alles verändert hat oder wollte.
Aber das wollen wir ja nicht aufwärmen.
Denn immerhin wird ja Fußball gespielt, wenn auch erst einmal nur in den großen Ligen und vor leeren Rängen. Schon eine merkwürdige Situation, aber bis hierhin ist ja alles relativ gut gelaufen. Was geht bei uns? Nicht viel, denn die Saison wurde abgebrochen und niemand weiß, wie und wann es wieder losgeht mit dem Fußball auf unterer Ebene. Nun, seit neuesten sind zu mindestens Freundschaftsspiel wieder zugelassen. Nur, wie soll das ablaufen?   

Corona Verordnung vom NFV maßgebend.

30 Personen auf dem Spielfeld sind zugelassen inklusive der Verantwortlichen und Schiedsrichter. So soll es sein und die Dokumentation ist auch geregelt. Die Spieler stehen sowieso auf dem Spielberichtsbögen, alles andere ist festgelegt in der Verordnung. Geht´s dann also wieder los? Ja, nur wann weiß (noch) niemand. 

Zuschauer jetzt vielleicht wieder oder besser doch nicht? Ja wie denn nun?

Bis zu 50 Personen als Zuschauer verkleidet, können nun wieder Live – Fußball verfolgen. Toll, allerdings ist diese Situation nicht ganz so einfach, denn die Vorschriften unterliegen streng der Hygiene - und Desinfektionsmaßnahmen. So soll es auch sein, nur gibt es da auch die strenge Verordnung bei Steh und Sitzplatzbesuchern.

Vielleicht doch besser noch abwarten? 

Die Verordnungen im unteren Spielbetrieb zu überwachen, macht richtig Mühe. Die Aufgaben müssen genau verteilt und umgesetzt werden. Macht das nach dem heutigen Stand der Dinge Sinn? Sollte man jetzt einen festen Termin für den Saisonstart vergeben, der durchaus noch nicht gesichert wäre? All das wirft Fragen auf, die man zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten kann. Letztendlich will man ja auch die Spiele wieder aufleben lassen, um halt ein Stück Normalität zu bekommen.

Auch eine Frage der finanziellen Lage?

Ein weiterer Aspekt ist natürlich die finanzielle Lage der Vereine. Währen die großen Klubs mit ihrer doch so ernsten Situation immerhin die Öffentlichkeit bewegen können, vergisst man gern die kleinen Vereine. Auch und gerade sie brauchen Einnahmen zum Beispiel aus Eintrittsgeldern oder ähnlichen.
Wenn gleich in anderen Dimensionen, die man mit den Großen ja auch nicht vergleichen kann und will.   

Der Fußball wird zurückkehren!

Ob jetzt, oder zu einem späteren Beginn, der Fußball wird sicherlich wieder in seiner alten Form zurückkehren.
Auf der großen Bühne funktioniert es schon, weil die Möglichkeiten gegeben sind. Hier hat man ganz andere Voraussetzungen für den Spielbetrieb. Aber selbst im Bundesliga- Spielbetrieb sind die Diskussionen um die Wiedereinführung der Zuschauer im Stadion noch nicht beendet. Da werden viele Möglichkeiten ausgearbeitet und nach Lösungen gesucht. Die Vereine müssen ihre Konzepte vorstellen. Da werden sicherlich viele Ideen auf Lösungen prallen.

Aber Fingerzeig! Diese Krise ist noch nicht gelaufen! 

Man kann nur hoffen, dass alles bald wieder so ist, wie vor dem ganzen Dilemma.

Was wollte ich eigentlich damit sagen? Ach ja, die Hoffnung....und so weiter. 

bis zum nächsten Mal





Der Fußball lebt


Oder geht noch was schief ?


Von Ulrich Scharf          27.05.20

Er ist also wieder zurück. Der Ball rollt und die Fans sind einigermaßen zufrieden. Es ist halt Deutschlands liebstes Kind, dieser, unser Sport. Und ein wenig Abwechslung nach all den negativen Wochen, kommt natürlich besonders gut an. Oder doch nicht?

Auf professioneller Ebene ja, sonst ist Feierabend!

Die Bundesliga sowie die 2. Liga haben den Spielbetrieb wieder aufgenommen. Die 3. Liga soll ja bekanntlich noch im Mai nachziehen. Obwohl, einige Klubs ja bekanntlich ihre Bedenken hatten. Vielleicht wollten die ja auch andere Ziele erreichen? Man weiß es nicht.                                                   
Im Amateur oder Freizeitbereich wird wohl nicht weiter an der Fortsetzung des Spielbetriebes festgehalten. Heißt also, Abbruch! Nur auf der großen Bühne wird es nun weitergehen. Da kommen die gewohnten Kritiker zu Wort und jeder hat seine eigenen Vorstellungen zu dieser Thematik. Von unverantwortlich bis hin zum „die bekommen wohl einen Sonderstatus“, ist hier die Rede. Sogar vom Ende der Welt soll angeblich gemunkelt worden sein und hier wurde dann auch noch Kritik geübt, wie das ablaufen müsse. 

Soll man Vergleiche denn vergleichen?

Nein, denn das wären Apfel und Birnenvergleiche. Ob und wie lange diese Situation mit der Wiederaufnahme des Fußballbetriebes funktioniert, weiß niemand. Kommt man bis zum Ende der Saison ohne Zwischenfälle hin, war alles richtig. Sollte doch noch der Abbruch kommen, werden die Kritiker und Negativdummys natürlich Oberwasser haben und ordentlich Dampf ablassen. Da gibt´s dann kein Halten mehr.

Freizeitsport ist eben anders

Schauen wir auf unseren Verein. Die Saison wird dann wohl nicht fortgesetzt. Eben anders als im bezahlten Fußball.Man geht jetzt erst einmal von einem neuen Saisonbeginn irgendwann im Sommer aus. Die Tabellenkonstellation wird auch berücksichtigt, sodass eigentlich alle zufrieden sein könnten. Für uns würde es zum mindestens den Klassenerhalt bedeuten. Ist doch auch was, oder? Denn der war ja wohl bis dato alles andere als sicher.

Zurück zu den Profis

Kommen wir also zurück zum Profisport. Vor Geisterkulisse werden die Spiele ausgetragen und vermutlich auch mit Beginn der neuen Saison so fortgesetzt. Macht nicht so richtig viel her, ist aber in der momentanen Lage nicht zu ändern. Unter strengsten Auflagen, sind die Spiele zu absolvieren. Immer wieder werden Spieler auf ihre Gesundheit getestet, haben strenge Vorgaben einzuhalten und ja, man kann darüber denken, wie man will, es ist halt auch deren Beruf. Und da sind eben die Unterschiede zum Freizeitsport. Die Auflagen können so überhaupt nicht eingehalten werden, denn dafür hat man eben nicht die Mittel. Also, strengste Hygieneanordnung, Begrenzung der Personenzahl. Gut, das würde ja noch gehen. Kommen hier ja nicht mal eben über 200 Menschen zusammen. Doch alle Anforderungen zu bewältigen, wäre die totale Überforderung, auch finanzieller Art. Also in unserem Fall gibt es dann nur den Abbruch. Persönlich halte ich auch nicht besonders viel von Entscheidungen, die am grünen Tisch beschlossen werden, doch die bevorstehende Lösung ist dann eben die sinnvollste. Alles andere ist Theorie und nicht diskutierbar.

Wenn´s schiefgeht mit der Bundesliga, dann……aber warum eigentlich?

Ich höre schon die Kritiker schreien, die permanent gegen die Fortführung der Spiele sind und waren. Man hat es ja gleich gewusst und gesagt, aber niemand hat auf die Experten gehört. Die warnenden Zeigefinger wurden ignoriert und hätten, wäre, besser gleich und so weiter. Die Allwissenden wird es immer geben. Hierzu kommen noch die sogenannten Fußballgegner, denen dieser Sport sowieso Meilenweit vorbeigeht. Lassen wir sie nörgeln und ignorieren ihre Ansichten. Schließlich kann ja jeder seine Meinung haben.

Wie war es doch gleich nochmal mit ohne Zuschauer?

Die Bundesligaspiele ohne Zuschauer sind ohne Frage gewöhnungsbedürftig. Nein, daran kann man sich nicht gewöhnen. Aber freuen wir uns auf die Zeit, in der irgendwann wieder Stadionatmosphäre herrscht. Wenn die Spieler wieder mehr ihre schauspielerischen Fähigkeiten zur Geltung bringen, denn momentan nützt das Theater spielen ja weniger. Und überhaupt geht alles ein wenig zügiger voran. Das sind doch auch Vorteile, oder? Hört man die Theatralik einiger Spieler noch besser, weil die Mikrofone mehr aufnehmen können und die Zuschauer viel mehr der Gebärdensprache mitbekommen . Dumm gelaufen!

Was wird werden?

Keiner kann momentan wissen, was die Zukunft bringen wird. So können wir dann nur abwarten und uns auf die Normalität freuen, auch wenn´s noch ein wenig dauern wird. Aber dann werden wir uns endlich wieder um viel mehr Dinge aufregen, die den Fußball so interessant machen.   

Was wollte ich eigentlich damit sagen? Ach ja, eigentlich ist gar nicht so viel anders, denn normal war der Fußball doch noch nie, oder?

In diesem Sinne,
bis zum nächsten Mal





Die Zeit, die man braucht


Ohne Fußball geht´s auch, oder ?


Von Ulrich Scharf          13.04.20

Genug geredet über das Thema, welches uns über Wochen beschäftigt und fest im Griff hat.
Und nein, ich werde hierzu nichts sagen, denn ich bin weder Virologe, noch Virenexperte.
Eines ist allerdings im Laufe der Zeit sehr interessant zu beobachten. Die alltäglichen Diskussionen um den Fußball, das Bemängeln der Torchancen und die ganzen Analysen rund um den vergangenen Spieltag, sind schnell verstummt. Ist doch merkwürdig.

Der Experte macht sich rar, weil der Fußball zur Nebensache wird

Wo sind sie, die Millionen Bundesligatrainer, die eigentlich immer eine Lösung haben oder gehabt hätten? Nichts, aber auch gar nichts ist zuhören über den Fußball in einer Zeit ohne Fußball. Makaber? Nein, denn es gibt ja nicht wirklich neue Themen, die einer Diskussion bedürfen.
Aber der Reihe nach. Da haben wir nun die kompletten Spielabsagen. Obwohl, vorerst sollten Spiele ja noch ohne Zuschauer stattfinden. Als sogenannte Geisterspiele wurden sie betitelt. Die gibt es aber auch mit vollen Rängen, heißen dann aber wohl Grottenspiele, oder so. Egal, schnell wurde dann der Spielbetrieb abgesetzt und die alltäglichen Gespräche über den Fußballsport wurden massiv wenig. Gut, wo nichts zu reden ist.…….man kennt das ja.
Außer den Berichterstattungen, über so einen unbekannten Verein im Süden Deutschlands, die uns leider durchgehend informativ auf dem Laufenden halten. Danke dafür, brauchen wir aber nicht. Unsere 74er wurden natürlich auch in den stillen Modus versetzt, denn wenn die Großen pausieren, ruht der Spielbetrieb in den unteren Ligen selbstverständlich genauso. Auch hier bei uns im Verein völlige Ruhe und weit entfernt von jeglichen Themen.

Es fehlen ein wenig die alltäglichen Fachsimpel Gespräche

Es gibt sie halt momentan nicht, aber man merkt, sie fehlen einem doch irgendwie. Die Diskussionen über Millimeter entscheidende Abseitssituationen, den sicher geglaubten Treffer zum 2:1, der dann aber „frühzeitig“ gefühlt nach zwölf Minuten aberkannt wird. Oder der haltbare Ball, den Opa noch mit der Gehhilfe pariert hätte. All diese Gespräche – also die fehlen mir schon!

Schlusspunkt -  der Abbruch der Saison?

Verlegt wurden ja schon die EM ins nächste Jahr, übrigens eine gute Entscheidung. Dadurch  wird uns die langweilige und zudem unnötige Nations League erst einmal erspart bleiben. Wird also auch verlegt in das Jahr wann nochmal? Will keiner wissen, ich auch nicht. So hätten wir dann die Profiligen und ihre anstehenden Spiele sowie den Rest der DFB Pokalspiele.  Und wenn nicht? Erst einmal ist noch Zeit genug und wie sagte doch der Philosoph François-Marie Arouet: Die Zeit heilt alle Wunden.

Nach unten geht auch noch was?

Schaut momentan noch düster aus, mit der Fortsetzung des Spielbetriebs in den unteren Ligen. Gut für unsere Mannschaft? Kommt man wenigstens nicht in akute Abstiegsnot.

Finanzielle Einbußen bis hin zur Insolvenz?

Bei wem denn, bitte? Frei nach dem Motto: die Großen fressen, die Kleinen werden gefressen.
Nach nur zwei Wochen ging das Geheule der großen Vereine in Fahrt: Ihr müsst helfen!  Ja, was sollen den erst die kleinen Vereine sagen? Einnahmen sowie Zuschüsse fallen weg. Für das Überleben der Klubs lebenswichtig und hallo DFB, wir gehören auch zu eurem Verein! Mal daran denken: unten wird geheizt, damit oben niemand kalte Füße bekommt!

Spielbetrieb soll, wann fortgesetzt werden?

So darf man gespannt sein, wann und zu welchen Voraussetzungen, der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird. Und bei allen, die dazu ihre eigene Meinung haben, steht ein Kriterium an allererster Stelle: die Gesundheit! Eine Gefährdung muss kategorisch ausgeschlossen werden. Erst dann und nur dann sollte es sportliche Entscheidungen auf Sicht der neuen und hoffentlich spannenden Saison geben.
Wenn man dann irgendwann zur Normalität zurückkehren wird, dann wird uns der Fußball auch sehr schnell wieder in seinen Bann ziehen. Ich freue mich darauf.

Was wollte ich eigentlich damit sagen? Ach ja, lernen wir daraus, uns Zeit zu nehmen.

In diesem Sinne,
bleibt gesund!











































         








































































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