Nachspielzeit

aus der Sicht des Betrachters


Ich bin dann mal weg.


Wer was wann wo beendet.

Von Ulrich Scharf          18.04.21     

Na also, geht doch!
Das sind ja mal Neuigkeiten. Der Bundestrainer ist dann mal weg, also spätestens nach der EM. Endlich hatte er (s)eine Eingabe, diesen Schritt zu gehen. Die Entscheidung war ja wohl überfällig. Zu lange debattierte man ja schon über einen Wechsel dieser Trainerposition. Wünschenswert wäre so ein Schritt bereits nach der vergeigten WM 2018 in Russland gewesen. Aber irgendwie hing man ja auch an der eigenen Position. Das langersehnte Ende dieser ewigen Diskussion ist nah. Frei nach dem Motto: was lange währt, wird endlich gut. Oder ist es letztendlich doch nur der Auftakt weiterer Spekulationen? Man weiß es nicht.

So oder so, diese Situation war lange überfällig.

Die Geduld des wahren Fußballfans ist halt nicht unermesslich. Und wenn wir ehrlich sind, war der Wunsch nach Veränderung doch schon lange spürbar. Also darf man nun gespannt sein, wer demnächst das Zepter schwingt. 

Warum denn so früh? Schweigt doch einfach Stille!

Die neueste Mode im Fußballsport scheint nun auch der frühzeitige Wechsel hin zu einem anderen Verein zu sein. Ich bin dann mal weg! Schweigt man sich in Sachen neuer Bundestrainer derweil noch aus, weil offiziell niemand da ist, der dieses Amt übernehmen möchte oder würde, geben andere ihren Abschied oder einen Wechsel schon frühzeitig bekannt. Eigentlich zu früh! Das ist nicht clever, sondern einfach nur ein bisschen blöd!

In einer Phase, wo es wichtig erscheint sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Ist es denn wirklich klug, in einer Phase wichtiger Entscheidungen, mal eben seinen Wechsel zu einem anderen Klub bekannt zu geben? Ich denke nicht. Schweigt man für eine gewisse Zeit über Dinge, die sowieso bereits abgeschlossen sind, könnten Ziele leichter erreicht werden. Aber nein, die neue Herausforderung muss ja der ganzen Welt mitgeteilt werden. Damit erhöht man doch nur den Druck der gesamten Situation. Dadurch könnten Zielsetzungen durchaus verloren gehen. Schlau geht anders! Für alle Fans ist in erster Linie einmal mehr Gesprächsstoff vorhanden. Wollen die das?

Themenwechsel. Annulliert und beendet, oder doch noch nicht? Ja, was denn nun?

Die Saison für Amateure wurde für beendet erklärt. Das war ja irgendwie zu erwarten. So hat dann der komplette Spielbetrieb unter dem Motto „niemals stattgefunden“ ein Ende. Obwohl, Spielbetrieb gab es ja dann nicht. Betroffen natürlich auch unsere SGer. Und man kann darüber denken wie man will, es war die einzig, logische Konsequenz. Nicht aber für alle! Denn im Jugendbereich soll es weitergehen. Die Saison soll zu Ende gespielt werden. Welche denn? Und was bitte, ist das denn für ein blühender Blödsinn? Können im Jugendbereich alle Vorschriften eingehalten werden, die bei den Senioren zum Abbruch geführt haben?

Sind die Verantwortlichen weit weg vom realen Denken?

Garantierte Fortsetzung der Spiele ? Welche sportlichen und wichtigen Entscheidungen stehen hier denn noch an? Hat man sich hier wirklich Gedanken gemacht? Nein, denn sonst käme man auf keinen anderen Schlusspunkt, auch die Saison im Jugendfußball für beendet zu erklären.

Vorschnell und überhastet. Manchmal ist abwarten auch schlau!

Mit der Annullierung der Saison endet auch der schnelle Vereinswechsel einiger reisewilliger Spieler. Da wurden Neuzugänge für sofort oder zur neuen Saison präsentiert, als wenn es kein nächstes Mal mehr geben würde. Schnell mal eine Meldung über Spielerwechsel heraushauen, damit man etwas zu verkünden hat. Jeden Tag eine neue Spielerverpflichtung und das Ende ist noch nicht erreicht. Schau an, so machen die das also! Hatte wirklich keiner den Abbruch der Saison vor Augen? Nun bleibt erst einmal alles, wie es war. Abwarten ist angesagt. Übrigens auch beim Verkünden neuer und eventuell langweiliger Informationen. Danke!

Und bei uns?

Hier muss man einfach mal unsere 74er loben. Kein vorschnelles Handeln über Spieler die man nicht hat, oder haben will. Sportlich möchte man sich derweil im Herrenfußball sowieso neu aufstellen. Genau so macht man das!

Kölsche Grundgesetz,Paragraph 2: Et kütt wie et kütt.

Was bleibt und was ist zu erwarten? Alles kommt, wie es kommt. Ein Verein aus dem Süden, der hier namentlich gerne genannt werden würde, aber nicht von mir, wird wieder deutscher Meister. Die Frage über Ab- und Aufstieg bleibt spannend, sofern man nicht bereits abgestiegen ist. Die EM 2021 wird (wahrscheinlich) langweilig, doch der Fußball wird auch weiterhin im Mittelpunkt stehen. Beim nächsten Mal wird nämlich alles anders, weil…………. 

aus Sicht des Betrachters ist alles gesagt.

Bis zum nächsten Mal.





Videobeweis oder lieber auf Abseits spielen?


Da muss doch nochmal geschaut werden.

Von Ulrich Scharf          13.02.21

Es ist der Dauerbrenner unter den Sportthemen. Und ja, man hat schon ausreichend genug darüber diskutiert. Der Videobeweis und seine Ausgangslage. Frust und Freude sind sehr nah zusammen. Minutenlang wartet man auf die Ausgangslage dieser Überprüfung. Und macht es den Fußball dadurch interessanter? Hat der Fußball an Gerechtigkeit gewonnen, da es sich ja um Tatsachenentscheidungen handelt? Was am Ende herauskommt,  ist dann halt Gerechtigkeit!

Zu diesem Thema muss man sich einfach äußern. 

Als aktiver Spieler wäre ich verzweifelt. Da werden Bilder immer und immer wieder durch Zeitlupen so lange hin und her bewegt, bis man leider doch nichts erkennen kann und kommt dann mit teils merkwürdigen Ergebnissen aus der Ecke oder aus dem viel zitterten Keller. Dann aber sehr überzeugend mit derweil komischen Handzeichen. Sehr fragwürdig!

Die immer wiederkehrenden Argumente aus Sicht des Betrachters.

Ja, aber doch alles nur um den Fußball gerechter zu machen. So zumindest kann man die Aussagen des Betrachters aus der Ferne zitieren. Ich sage: „Blödsinn und ja, abschaffen diesen überflüssigen Schwachsinn.“ Fordern immerhin auch viele ehemalige Aktive.

Am Spielfeldrand der Ohnmacht nahe.

Nicht nur die Spieler verzweifeln, sondern auch die Verantwortlichen am Spielfeldrand. Als Trainer hätte ich die Flucht in die Kabine vorgezogen. Mütze auf und weg. Diese unendliche lange Wartezeit macht doch ein Spiel nicht besser. Soll man sich aufs Jubeln oder das Ärgern vorbereiten? Dazu die endlosen Diskussionen über den Spielverlauf, der ja nun völlig auf den Kopf gestellt wird. Bild vor, zurück, bitte mal anhalten. Kannst Du etwas sehen? Ich auch nicht so richtig, aber da bin ich mir ganz sicher.

Ohne Wenn und Aber….

Erinnert man sich an die Spiele ohne Videobeweis, so wurde auch diskutiert und sportliche Entscheidungen angezweifelt. Nur lief das Spiel bereits weiter und die nächste fragwürdige Situation brachte den wahren Fan zum kommutativen Angriff, eben auf die momentane. Der wahre Fußballanhänger wollte sich nämlich richtig und sofort aufregen, ohne Wenn und Aber!

Vorteile wurden auf einmal zum Nachteil.

Dass ein Führungstreffer nicht (immer) zum Sieg reicht, ist bekannt. Kann aber ein wichtiger Faktor für den weiteren Spielverlauf sein. Und dann kommt der Unterbrechungsfaktor! Erst muss dieser Treffer noch mal kontrolliert werden. Übrigens, wie jedes erzielte Tor. Also, auch wenn ein Spieler allein auf den gegnerischen Torhüter zuläuft und einen Treffer erzielt? Da blickt doch niemand durch. Das ist doch nicht mehr der gute alte Fußball, der von der Spannung lebte und so war, wie er eben war. Kommen wir zurück zum Führungstreffer. Tor zählt nicht, Spieler war mit der Fußspitze im Abseits Tatsachenentscheidung! Nun, dass konnte der Schiedsrichter wirklich nicht sehen, aber der VAR hätte! Nachdem er die Bilder zwölfmal hin und her gespult hatte und sein Kaffeebecher total abgekühlt war, hatte er irgendwann festgestellt, dass er nichts feststellen konnte und erklärte aufgrund der einwandfreien Videobilder den Treffer – na? Richtig, nicht an. Das alles nach gefühlten sieben Minuten der Ungewissheit. Egal, wird alles nachgespielt. Also vielleicht, kommt auf den Spielverlauf an. Und die kalibrierte Linie lügt nicht. Wer bitte? Ach ja, die Linie der Aufklärung gibt es ja auch. Na dann kann ja nix schiefgehen.

Gerechter im Laufe der Saison?

Nach- oder Vorteile mit oder ohne Videobeweis unter die Lupe zu nehmen, wäre doch Kleingärtnerkram, oder? Nicht so ganz, denn ob nun zum Vor - oder Nachteil, da gebe es Klubs, die den Wettbewerb der Europa und Champions League verpasst hätten. Ein nicht namentlich, erwähnter Klub im Norden Deutschlands, wäre aus der Bundesliga abgestiegen. Nun, kein Verlust aber zumindest fragwürdig. Aber hierzu passt eben das alte Sprichwort: im Laufe der Saison, gleicht sich alles wieder aus. Fertig!

Ein „ZURÜCK“ wird es nicht geben.

Somit werden wir uns mit immer neuen Techniken auseinandersetzen müssen. Der Videobeweis ist bestimmt erst der Anfang. Neue Verfahrensweisen werden den Fußball noch intensiver prägen. Um der Gerechtigkeit wegen so ein Spiel noch gerechter werden zulassen, sind der Fantasie bestimmt keine Grenzen gesetzt. Ob all dies natürlich dem Fußballsport dient, man weiß es nicht. Denn in unserer schnelllebigen Zeit, wo auch der Fußball an Schnelligkeit immer mehr zugenommen hat, kann die Freude an diesem doch faszinierenden Sport schnell verbleichen. Wollen wir das? Sicher nicht!

Was wäre denn zum Beispiel…..

Interessant zu wissen, wie denn so ein Videobeweis in den unteren Klassen ablaufen würde. Ein Videoschiedsrichter würde am Spielfeldrand mit einem Laptop hocken und alle Szenen genauestens überprüfen. Bis die Dunkelheit eintrifft und das Spiel abgebrochen werden müsste. So wäre wenigstens diese Entscheidung nachvollziehbar. Wird es aber nicht geben, da viel zu wenig Personal im Ehrenamt zur Verfügung steht. Und so etwas braucht man bestimmt nicht als Hobbykicker.

Damit werden wir uns alle anfreunden.

Also werden wir weiterhin merkwürdige Tatsachenentscheidungen erleben und dadurch immer neuen Gesprächsstoff zur Verfügung haben, denn…. 

aus Sicht des Betrachters ist alles gesagt.

Bis zum nächsten Mal.





Mein Jahresrückblick 2020


Macht das Sinn? Und war 2020 überhaupt wichtig?

Von Ulrich Scharf          28.12.20

Vorbei ist noch nicht vorbei. Was war und was wird werden? Soll man überhaupt zurückblicken oder alles einfach ignorieren?

Die Reform der Reform zum Anfang der Rückrunde

Hatten sich die Sportler erst mal an etliche Neuerungen und Veränderungen im Regelwerk Fußball gewöhnt, kam mit Beginn der Rückrunde eine neue Dimension auf die Fußballer und Verantwortlichen zu. Härteres Durchgreifen der Schiedsrichter wurde oder sollte durchgesetzt werden. Wer nicht spurt, der fliegt mal schnell vom Platz. Zumindest wird der Sportler ganz schnell verwarnt, oder verwarnt und man fliegt dann(später sowieso) vom Platz. Wenn der Schiedsrichter es leider oder mal wieder nicht mitbekommen hatte, dann meldete sich der VAR. Der konnte vor allem die Kameraeindrücke sammeln, um etwaige Szenen genau zu überprüfen. Nur war dieser Videoschiedsrichter auch nicht immer auf Augenhöhe des Geschehens. Sicher soll Fairness immer an erster Stelle stehen, doch die Regelreform ist weiterhin ausbaufähig. Für die Zukunft sollte alle Beteiligten wissen und vertiefen, dass der Fußball an erster Stelle steht, um den Fan nicht noch mehr mit fragwürdigen Entscheidungen zu verwirren.   

Was wurde denn davon umgesetzt?

Trainer, die lautstark und wild gestikulierend am Spielfeldrand ihr eigenes Drehbuch aufgeklappt hatten, sind in ihre Schranken gewiesen worden. Spieler, die ihre schauspielerischen Fähigkeiten auf dem Platz testen wollten, sind dagegen nur selten oder überhaupt nicht bestraft worden. Von daher müssen alle daran arbeiten, dass es nicht der Fußball ist, der zum Schluss auf der Strecke bleibt. Merke! Schauspieler gehören ins Theater und nicht auf den Platz. Letzteres gilt natürlich auch für alle in den unteren Spielklassen im Amateurbereich.

Dann kam Corona und…….blieb, bis jetzt zumindest!

Und mit einem Mal war alle anders und der Sport nur noch Randerscheinung. Keine Spiele mehr, keine Zuschauer. Unterbrechungen im Profi und Amateurfußball waren die Vorboten für den Sport. In den unteren Fußballklassen hatte man dann auch irgendwann eingesehen, dass eine Fortsetzung des Spielbetriebs nicht möglich war. Lang genug hatte die Entscheidung ja ausgestanden, ob man zum Saisonabbruch übergehen oder warten solle bis zum Sankt -  Nimmerleinstag. Und die hochdekorierten und gefühlt hundertjährigen Verantwortlichen von den verschiedensten Gremien, waren nicht in der Lage ein klares Zeichen zu setzen. Abgestimmt wurde durch die Vereine ob und wann die Saison fortgesetzt werden solle. Schwachsinn! Wer Entscheidungsbefugnis hat, der soll dann bitte auch entscheiden.   

Saisonabbruch war alternativlos und der einzig richtige Weg.

Den Abbruch der Saison zu verkünden, war die einzig richtige Lösung. So konnte man sich in Ruhe damit beschäftigen, wie es weitergehen würde, wenn es dann irgendwann wieder weitergehen sollte. Und die Vereine? Die waren alle zufrieden, denn für jeden war etwas dabei. Es gab nur Aufsteiger und keine Absteiger. Da waren ja einige wirklich fein raus. Funktioniert aber nicht ewig.

EM 2020 sollte wann jetzt genau stattfinden?

Auch die Europameisterschaft wurde verlegt in das Jahr 2021. Vermutlich wird sie dann auch stattfinden, oder? Mit einem nie da gewesenen, schwachsinnigen Modus. In verschiedenen Städten Europas hin und herzureisen, um die Spiele austragen zu können. Kopfschütteln beim Experten. Ob mit oder ohne Zuschauer weiß bis heute auch noch niemand. Könnte ja so ähnlich ablaufen, wie die Champions League - Spiele in Portugal. Auch ohne Zuschauer, aber trotzdem gut. Und wenn wir ehrlich sind, wollen wir unsere National-Elf doch eigentlich auch nicht kicken sehen. Kommt sowieso nichts bei rüber. Also bleibt zu Hause und besucht neue Kochkurse oder so.

Nah dran an der Normalität, dann wieder ganz weit weg! 

Alles sollte wieder relativ normal laufen. Alles lief auf ein normales (Fußball)Leben hinaus. Und doch kam es ganz anders. Pläne über die Rückkehr der Zuschauer wurden diskutiert. Wie viele und wo eventuell noch mehr? Bei einigen Spielen dann lieber doch nicht oder vielleicht nur einige? Hatte alles nicht gefruchtet, denn schon machte uns Corona erneut einen Strich durch die Rechnung. So fanden dann alle Spiele wieder ohne Zuschauer statt. 

Wer soll denn die Zeche zahlen?

Und damit begann die finanzielle Misere der Vereine erneut und diesmal mit großer Wucht. Selbst die Profivereine verkündeten große Einbußen. Die hatten und haben aber immerhin noch ihre Quellen, um Gelder zu bekommen. Die kleinen Vereine haben die größte Not. Und wer hilft nun? Schweigen weit und breit, weil keiner sich kümmert oder zuständig ist. Aufklärung wäre angebracht, wie und wo die kleinen Sportvereine unbürokratisch finanzielle Hilfen bekommen könnten. Aber wir haben ja immerhin die netten Banner gelesen. Da stand  „Danke an die Ehrenamtlichen“ drauf. Das war doch auch eine nette Geste, oder?

Fassen wir mal zusammen.

Das der Fußball auf einmal doch nur Nebensache war, wurde uns in diesen Zeiten deutlich aufgezeigt. Auf einmal gähnende Leere. Der Experte wird sich bestätigt fühlen, denn er hatte ja immer vorgewarnt „Ohne Fußball wird euch etwas fehlen!“ Recht hat er. Aber der Fußballsport ist ja wieder da und wird sich von diesem dusseligen Virus nicht einstampfen lassen. Es wird auch die Zeit kommen, in der die Zuschauer wieder auf den Plätzen oder in den Stadien sein können. 

2020, wir werden dich nicht vermissen!

Sind wir zufrieden, dass noch nicht Schicht ist und genießen wir den Augenblick. Mit ein wenig Optimismus ins neue Jahr? Warum nicht. Negative Ereignisse hatten wir ja genug. Da können wir dem alten Jahr 2020 mit Stolz zurufen „Hau einfach ab, wir werden dich nicht vermissen!“

Zum guten Schluss – was sonst noch?

Bleibt ja nichts übrig vom Katastrophenjahr und ist vielleicht auch besser so. Vielleicht bringt es uns ja auch während der Abstandsregel ein Stück weit enger zusammen.

Aus Sicht des Betrachters ist sowieso alles gesagt.

Allen hier und dort wünsche ich ein gutes, angenehmes und gesundes Jahr 2021

Bis zum nächsten Mal und bleibt gesund.





Rolle rückwärts


das wollten wir doch nicht


Von Ulrich Scharf          22.11.20 

Wieder zurück, alles auf „Stopp“ und niemand zweifelt jetzt noch ernsthaft an irgendeinem Déjà-vu. Wir sind also wieder dort, wo wir am Anfang standen. Kein Spielbetrieb mehr im Amateursport. Keine Zuschauer weit und breit, auch nicht im Profibereich. Das wollten wir doch nicht noch mal, oder? Der Fußballexperte ahnte es sowieso, dass die zudem mit Verspätung beginnende Saison wieder unterbrochen würde.

Unterbrechung oder Abbruch?

Wenn dann im Frühjahr der Spielbetrieb wieder aufgenommen wird, ist ja noch genügend Zeit die Saison vernünftig zu Ende zuspielen. Wenn! Alles ist momentan denkbar und auch ein Abbruch ist durchaus nicht auszuschließen. Jetzt nur keine Schwarzmalerei, wird nun der ein oder andere sagen. Für einige wäre so ein Abbruch gar nicht mal die schlechteste Lösung. Könnte man doch von einer Saison zur anderen auch ohne sportliche Leistung gut überleben. Böse Gedanken, dass wollten wir doch nicht.

Spiele ohne Zuschauer? Der Fan hat sich daran gewöhnt, oder?

Ich hatte in meinem letzten Blog von einer gewissen Skepsis geschrieben und es ist passiert. Was? Ach ja, natürlich meine ich die Zuschauer in den Stadien. Die sind jetzt erst mal Geschichte. Wie lange doch genau? Weiß kein Mensch. Auf jeden Fall bis Jahresende. Auch die Profis sind jetzt mehr denn je gefährdet. Immer mehr Spieler werden in die Quarantäne  geschickt, um diese dann kurz entschlossen doch wieder auf den Trainingsplatz zu befördern. Test hatte sich als falsch erwiesen, alles in Ordnung. Wie bitte? Eigentlich steht doch sowieso schon alles auf der Kippe. Dann noch die fehlerhaften Testergebnisse. Die Verschwörer bekommen Futter für ihre Theorien. Leere Stadien sind momentan eben Standard. Der Fan hat sich daran gewöhnt, wird sich aber niemals damit abfinden. Gut, solange es der Aufrechterhaltung des Spielbetriebs dient, kann und wird man damit leben müssen. Letztendlich geht es ja auch um die Klubs, die überleben wollen. Nichts aber steht über der Gesundheit und darum geht es doch wirklich ernsthaft. Alles andere ist zweitrangig.

Lachnummer  DFB – Elf inklusive Trainer!

Was war das denn für eine Lachnummer?  Wer schaut sich so etwas noch an? Also, ich habe kein Interesse mehr an dieser DFB – Elf. Gegen eine durchschnittliche, spanische Mannschaft eine 6:0 Klatsche zu bekommen. Das ist Weltklasse! Jawohl, durchschnittlich und nicht mehr oder weniger ist dieser Gegner. Aber vielleicht standen die auch mit 16 Spielern auf dem Spielfeld. Musst auch mal abzählen, Jogi! 

EM 2021- was wollen wir denn da?

Ich glaube ja an die fehlende Motivation eines Spielers, der im Freundschaftsspiel kein großes Risiko in puncto Verletzung eingehen will. Zumal in diesen Zeiten die Gefahr natürlich um so mehr besteht.  Auch die schwachsinnige Nations-League trägt dazu bei. Test bleibt halt Test, auch wenn man dem Kind einen schönen Namen verpasst hat.

Liechtenstein wäre sinnvoll.

Doch wenn ich diesen Auftritt eines viermaligen Weltmeisters sehe, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Bleibt zu Hause, gebt euer EM Ticket an Liechtenstein ab, denn die verkaufen sich besser!
Und die Diskussion des Bundestrainers ist ja nicht neu. Doch keiner will aber so richtig beim DFB die Reißleine ziehen. Genau wie bereits 2018 nach der Pleiten- WM, hat man keinen Plan. Und vor allem keinen passenden Nachfolger. Die gefühlt hundertjährigen Personen beim DFB haben entweder grauen Star, oder wollen gar keine Veränderungen. Naheliegend wäre dann beginnende Altersdemenz. Und, weil doch alles momentan so innig ist und alle so vertraut miteinander sind, wären Veränderungen nur störend. Ich sage: „Gründet doch zusammen einen Karnevalsverein! Die Lacher habt ihr sicher auf eurer Seite.“ Nur für den Fußballfan und sein ehemals liebstes Kind, müssen schnell Veränderungen her. Und zwar vor der EM, bevor es wieder vergessen wird!

Aus Sicht des Betrachters ist alles gesagt.

Bis zum nächsten Mal und bleibt gesund.










































































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